Ich bin ein REALIST!

 

Andrea Hergenröther

Realist des Monats - Andrea Hergenröther

 

„Auch wenn ich meinen jetzigen Beruf nicht auf direktem Wege angesteuert habe, so hat doch die Realschule einen wichtigen Grundstein dafür gelegt, eine Tatsache, die mir damals wohl noch gar nicht so bewusst war. In der Wahlpflichtfächergruppe II erhielt ich die ersten Einblicke in die kaufmännischen Bereiche. Diese Zweigwahl war auch die richtige Entscheidung, denn, während mir das Erlenen einer Fremdsprache eher weniger lag, so sind mir Fächer wie BWR und Mathematik sehr leichtgefallen, hier konnte ich meine Stärken unter Beweis stellen. Nicht zuletzt habe ich in diesen Bereichen auch sehr positive Erinnerungen an meine damaligen Realschullehrer, die mich in meinen Fähigkeiten stets forderten und förderten.“

 

Karriere

 

1986 absolvierte Andrea Hergenröther ihren Realschulabschluss. Ihr anschließender Lebensweg zeigt, wie vielseitig, abwechslungsreich und spannend der berufliche Werdegang gestaltet werden kann.

 

Zunächst stand eine dreijährige Ausbildung bei der Sparkasse in Bad Kissingen an. Doch auf längere Dauer gesehen, bot ihr der Beruf als Bankkauffrau zu wenig Flexibilität.

 

Relativ kurz entschlossen besuchte sie deshalb die Fachoberschule in Schweinfurt, wo sie für zwei Jahre den technischen Zweig belegte. Hier absolvierte Frau Hergenröther viele Praktika im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik, wodurch sie ihre kaufmännischen Fähigkeiten durch ein technisches Knowhow erweitern konnte.

 

Doch auch damit gab sie sich noch nicht ganz zufrieden. Es stand ein freiwillig soziales Jahr in Königshofen an. Frau Hergenröthers Aufgabe bestand darin, die Kinderbetreuung im Rahmen von Mutter-Kind-Kuren zu gestalten und in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen.

 

Die Erfahrungen, die sie dort sammeln konnte, waren nun wiederum wegweisend für ihren weitern Lebensweg, denn sie schrieb sich an der Universität in Bamberg für Sozialpädagogik ein. Nach vier Jahren schloss sie dort ihr Studium ab.

 

Im Anschluss daran arbeitete sie zehn Jahre im Jugendamt in Bad Kissingen, was eine große Aufgabe für sie bedeutete, da sie dort viele verschiedene Herausforderungen erwarteten und sie eine große Verantwortung zu tragen hatte.

 

Berufsbegleitend leistete sie in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren zusätzlich ein Fernstudium (Masterstudiengang) im Bereich Management ab.

 

Daraufhin wurde sie Abteilungsleiterin von 14 Jugendeinrichtungen in Frankfurt.

 

Im Februar 2009 wechselte sie schließlich in einen Berufszweig, der wohl alle bisher erworbenen Qualifikationen von ihr abverlangte. Frau Hergenröther kam zurück nach Bad Kissingen, ins **** Wellness Hotel Frankenland. Hier war sie zunächst für den Bereich Marketing und Vertrieb zuständig, bis sie schließlich bereits im Juli 2009 die Hoteldirektion übernahm. Ganz ohne Gastronomieerfahrung, aber mit einem bis dahin sehr gut geschultem Blick für das Organisatorische, stellte sie sich hier ihrer neuen Herausforderungen. Dabei legte Andrea Hergenröther durchaus auch selbst schon einmal Hand an, denn neben ihren neuen Aufgaben als Hoteldirektorin standen auch das Drei-Eimer-Putzsystem und das richtige Servieren auf dem Programm.

 

Im Oktober 2012 übernahm Frau Hergenröther schließlich die Geschäftsführung des Hotels. Unter ihrer Führung steht nun eines der größten Hotels in Bayern (500 Zimmer mit insgesamt 835 Betten) und sie ist zudem für 180 Festangestellte sowie 50 Honorar- und Aushilfskräfte verantwortlich.

 

An ihrer Arbeit begeistert sie, dass sie in ihrem Aufgabenbereich niemals ein Ende sieht und sich immer wieder gerne neue Ziele steckt. Dabei wird es niemals langweilig. In diesem Zusammenhang ist Frau Hergenröther vor allem das Zusammenarbeiten im Team wichtig, das hinter dem Hotel steht. Das stets positive Feedback ihrer Gäste bestätigt sie in ihrem Erfolg und motiviert natürlich zum Weitermachen.

 

Die Angaben stammen aus einem Interview heraus, das wir im März 2013 mit Frau Hergenröther in Bad Kissingen führen durften. Herzlichen Dank dafür!